Diskussion
Radiästhesie
Des Öfteren diskutieren
Kopfschmerzpatienten auch die Frage, ob ihre Schlafstelle eventuell über einem
Störfeld (z.B. einer Wasserader) gelegen ist. Dieses Störfeld könnte dann ein
möglicher Faktor sein, um Kopfschmerzen auszulösen.
Für eine Austestung bieten z.B. Wünschelrutengänger und Vertreiber von
diversen Detektoren ihre oft nicht gerade billigen Dienste an.
Bei der Bewertung der Ergebnisse stehen sich 2 Lager gegenüber:
Auf der einen Seite
befinden sich die Wünschelrutengänger, die von ihrer Gabe, Wasseradern zu
finden, überzeugt sind sowie „Erdstrahlensensible“, die körperliche Reaktionen
auf eine Veränderung der Schlafstelle hin beobachten und auf der anderen Seite
stehen die Skeptiker, die auf Versuchsreihen verweisen, in denen es
Wünschelrutengängern noch nie gelungen ist, unter der Erde verlegte Wasser
führende Rohrleitungen mit ihren Ruten auch nur einigermaßen sicher zu orten.
Sollte mit dieser
Testreihe eine Entscheidung gefallen sein oder bleibt es beim Glaubenskrieg?
Vorstellbar wäre unter
Umständen aber auch folgende Konstellation:
Die Wünschelrute reagiert weniger auf Wasser, als viel mehr auf Verwerfungen
von Gesteinsschichten mit Auswirkungen auf darüber liegende elektromagnetische
Felder (z.B. Bildung von Wellenbergen, -tälern oder –knoten). – Das sich hier
zwischen den Schichten Wasser sammelt, wäre dann eher ein Nebenergebnis als ein
rutenbewegendes Phänomen. In diesem Fall wäre die o.g. Versuchsanordnung für den
Wünschelrutentest allerdings nicht adäquat. Quasi so, als wollte man mit einem
Tachometer Fieber messen!
Um die
Wünschelrutenausschläge zu untersuchen, müssten sich dann idealerweise
„rutensensible“ Geophysiker als solche outen und zusammen Testreihen entwickeln.
Durch das Outen droht aber u.U. ein Verlust der wissenschaftlichen Reputation
im Kollegenkreis und das erschwert natürlich das Unterfangen.
Dies sei nur so als
Hypothese in den Raum geworfen.
Aber wohl nicht umsonst zählen große, mit Wasserbohrungen in aller Welt
beschäftigte Firmen beinahe regelmäßig Wünschelrutengänger zu ihren
inoffiziellen Mitarbeitern.
- Ein Argument zum Abwägen, kein Beweis.
Die Warnung vor Betrügern
in diesem Metier bleibt mehr als berechtigt.
Manchmal ist aber auch eine gewisse kritische Distanz zu so genannten
todsicheren wissenschaftlichen Beweisen angebracht.
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